Fußchirurgie

Zehenfehlstellungen

Sollten Einlagenversorgung, Schuhzurichtung und gegebenenfalls Physiotherapie nicht ausreichen, stehen uns, je nach Problem und Grad der Fehlstellung, unterschiedliche Operationstechniken zur Verfügung, die in örtlicher Betäubung oder in Narkose in der Ordination von uns durchgeführt werden können.

Hallux valgus

Bei unserer speziellen minimal-invasiven Operationstechnik wird der Fuß verschmälert, indem das Köpfchen des ersten Mittelfußknochens nach außen verschoben und mit einem Bohrdraht und einem Spezialverband gehalten wird. Die Entfernung des Bohrdrahts wird vier Wochen nach der Operation im Rahmen des Verbandwechsels durchgeführt. Der Spezialverband und der Therapieschuh mit steifer Sohle sind für sechs Wochen notwendig. Diese Operation führen wir ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Ordination durch.

Hallux rigidus

Nach Ausschöpfen der nicht operativen Behandlungsmöglichkeiten bieten wir je nach Grad des Knorpeldefektes mehrere Operationsmöglichkeiten an: Bei mässigem Knorpelschaden aber störenden Knochenüberständen am Gelenk können diese entfernt werden. Eine weitere Operationsmöglichkeit bei stärkerer Abnützung oder bei rheumatischen Gelenksveränderung ist die teilweise Entfernung des Grundgliedes und ein Dazwischenlagern der Gelenkkapsel. (OP nach Keller-Brandes). Bei stark ausgeprägter Abnützung führen wir eine Versteifungsoperation des Großzehengrundgelenks mittels Schrauben in unserer Ordination durch. Jede dieser Operationen führen wir ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Ordination durch.

Hammerzehe

Bei dieser Operation entfernen wir ein kleines Knochenstück aus der betroffenen Zehe, diese wird dadurch gekürzt und wieder in eine korrekte Position gebracht. Nach der Operation ist ein Zügelverband für zwei Wochen notwendig. Diese Operation führen wir ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Ordination durch.

Digitus quintus varus

Ähnlich der minimalinvasiven Operationsmethode beim Hallux valgus wird das Mittelfußköpfchen des Kleinzehenstrahls nach innen verschoben und mit einem Bohrdraht für vier Wochen geschient. Der Spezialverband und der Therapieschuh mit steifer Sohle sind für sechs Wochen notwendig. Diese Operation bieten wir ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Ordination an.

Mittelfußoperation

Bei einer Überlänge der Mittelfußknochen und Schmerzen an den Zehenballen führen wir in unserer Ordination die Operation nach WEIL in örtlicher Betäubung durch. Hierbei wird der Mittelfußknochen gekürzt und mit einer kleinen Schraube fixiert. Nach der Operation ist ein Therapieschuh mit steifer Sohle für sechs Wochen notwendig.

Die operative Behandlung des Morton Neurinoms führen wir in unserer Ordination in örtlicher Betäubung durch. Dabei wird der betroffene Nervenknoten entfernt. Wir empfehlen körperliche Schonung bis zur Nahtentfernung.

Diese Operationen führen wir ambulant in örtlicher Betäubung in unserer Ordination durch.

Schmerzhafter kindlicher Knick-Senkfuß

Beim schmerzhaften kindlichen Knick-Senkfuß kann eine kurze, minimalinvasive Operation die Schmerzen lindern und das Fußgewölbe wieder aufrichten (Arthrorise).

Hier bringen wir über einen kleinen Hautschnitt eine Schraube in das Fersenbein (Calcaneus) ein. Vollbelastung ist erlaubt, jedoch verordnen wir eine Sportkarenz für vier bis sechs Wochen. Diese Operation führen wir in einer kurzen Narkose in unserer Ordination durch.

 

Sprunggelenk-, Rückfußchirurgie

In unserer Ordination bieten wir Operationen am Sprunggelenk und im Bereich der Ferse an. Diese Eingriffe werden meist in Narkose durchgeführt.

Arthroskopie des Sprunggelenks

Arthroskopische Eingriffe am Sprunggelenk werden bei Vorliegen geringer bis mäßiggradiger Gelenksveränderungen vorgenommen. Bei dieser schonenden Operationsmethode können wir Gelenksinnenhautwucherungen und schmerzhafte Knochenvorsprünge, die sich aufgrund dieser Veränderungen gebildet haben, entfernen.

Bei Schäden (oft mangelhafte Durchblutung), die bis in den unter dem Knorpel liegenden Knochen reichen, können wir Bohrungen anbringen, die zu einer Verbesserung der Blutversogrung führen.

Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden besteht die Möglichkeit der Knorpelzylindertransplantation (osteochondrale Transplantation).  Diese Therapie ist oft ein Kombinationseingriff aus arthroskopischer und offener Operation.

Diese Operation führen wir ambulant in Narkose in unserer Ordination durch.

Bandverletzungen am Sprunggelenk

Bei anhaltender Instabilität und Sprunggelenksbeschwerden nach Seitenbandverletzungen können wir das Sprunggelenk mittels Bandrekonstruktion (Sehnenplastik/Bandplastik) auch minimal invasiv wieder stabilisieren. Diese Operationen werden in unserem Eingriffsraum in Narkose durchgeführt.

Abnützung des Sprunggelenks

Bei schmerzhafter Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks mit deutlicher Knorpelabnützung (Arthrose) oder Fehlstellung bringt die Versteifungsoperation mittels Schrauben oder Platte eine sichere Schmerzreduktion.

Die Implantation eines Kunstgelenks (OSG Prothese) ermöglicht eine gewisse Restbeweglichkeit und wird nach sorgfältiger Indikationsstellung erfolgreich angewendet.

Diese Operationen führen wir in Wiener Belegkrankenhäusern durch.

Fersenschmerz / Achillessehnenerkrankung / Haglund Deformität

Bei reaktiver Schwellung aufgrund von kleineren Einrissen der Achillessehne (Achillodynie) kann ein operativer Eingriff bei konservativ nicht beherrschbaren Beschwerden notwendig sein. Hier führen wir eine Längsspaltung der Sehne durch und entfernen die abgestorbene Region. Eine Ruhigstellung in einem Spezialschuh ist je nach Größe der Defektentfernung bis zu sechs Wochen notwendig.

Bei der Haglund-Deformität entfernen wir bei chronischer Reizung der Achillessehe den knöchernen Überstand. Wenn ein Lösen des Achillessehnenansatzes notwenig ist, wird diese mit sogenannten Ankern wieder fixiert. Eine Entlastung für sechs Wochen mit einem Spezialschuh ist anschließend notwendig.

Diese Operation führen wir ambulant in Narkose in unserer Ordination durch.

Korrekturoperation am Rückfuß

Bei schwerwiegenden schmerzhaften Fußfehlstellungen, die den Rückfuß betreffen sind oft größere Operationen notwendig. Dabei müssen oft Korrekturen an mehreren Knochen (Sprungbein, Fersenbein, Fußwurzelknochen), kombiniert mit Weichteileingriffen (Sehnenrekonstruktionen) durchgeführt werden. Ziel ist die schmerzfreie Belastbarkeit durch Wiederherstellung der Stabilität und Statik.

Diese Eingriffe erfordern einen stationären Aufenthalt und werden daher von unserem Team in Wiener Belegkrankenhäuser durchgeführt.